Schon fast traditionell macht der Fohlentag bei Familie Bulle den Auftakt der Fohlenschauen. Knapp 35 Fohlen stellten sich dem fachkundigen Urteil des Richtergremiums bestehend aus Torsten Hogrefe, Mitarbeiter des Hannoveraner Verbandes und dem Ehrenvositzenden Friedrich Jahncke.
Neben einer interessanten Fohlenkollektion hatte Hausherr Hartwig Bulle auch einige Reitpferde aus den umliegenden Ausbildungsställen eingeladen. Besonders hervorzuheben sind hier eine gerade erst dreijährige Tochter des Dancier aus dem Besitz von Uwe Wichers aus der Wingst und eine vierjährige bewegungsstarke Scolari – Stute. Sie wurde vorgestellt von ihrer Züchter- und Besitzerin Rixta Stolter aus Odisheim.
Im Lot der Springfohlen konnte sich Familie Bulle dann noch über den Sieg ihres sehr interessanten Stutfohlens von Quaid – Drosselklang II freuen. Ein ungemein schön aufgemachtes Fohlen mit interessanter Bewegung. Die weiteren Fohlen im Springlot stammten ab von Uccello, Amstis Amsterdam und Grey Top.
Den Sieg bei den Dressurfohlen sicherte sich anschließend dann ein sehr bewegungsstarkes Fuchshengstfohlen von Fürst Nymphenburg aus der bewährten Zucht von Peter Ehlers – von der Fecht. Für Mutter Hitschi eine Tochter des ehemaligen Celler Landbeschälers Hitchcock ist dies bereits das dritte „Fürsten-Fohlen“ in Folge. Dieser großlinige Hengstanwärter überzeugte mit sehr schwungvollen Bewegungen und wechselte bereits den Besitzer. Ebenfalls Fürst Nymphenburg zum Vater hat das Stutfohlen der Familie Tamm aus Altenbruch. Diese kleine Bewegungskünstlerin ist gezogen aus einer Rotspon – Mutter. Auf Rang drei rangierte ein sehr typvolles Stutfohlen von Fürstenball – Wolkenstein II aus der Zucht und dem Besitz von Hans-Heinrich Plate aus Otterndorf.
Absolut auffällig auch die Nachkommen aus dem Premierenjahrgang des Quasar de Charry. Er stellte auf Anhieb zwei Kandidaten für den Endring. Der sehr typvolle Fuchshengst, aus einer Londonderry – Mutter, stammt aus der Zucht und dem Besitz von Familie Bulle. Er belegte auf dem Endring Rang drei. Dicht gefolgt von seinem Halbbruder. Er ist gezogen aus einer Welt Hit II – Mutter. Auch dieser bewegungsstarke Hengstanwärter aus der Zucht von Johannes Otterstedt wechselte bereits den Besitzer. Kirsten Meyer und ihr Spörcken – Wolkenstein II – Hengstfohlen beendeten die Rangierung auf einem abschließenden sechsten Rang. Weiterhin auf dem Endring, allerdings unrangiert waren ein sehr bewegungsstarkes Hengstfohlen von Fabregas aus der Zucht von Familie Kröhncke, ein absolut lockerer, geschmackvoller Sohn des Drombusch von der Familie Blohm, ein Bewegungskünstler von Quaterhall und ein weiterer Sohn des Fürstenball aus der Zucht der Familie Plate.
Freispringwettbewerb in Hepstedt 2012
Bei schönstem Frühlingswetter wurden beim nunmehr 13. Freispringwettbewerb der drei Pferdezuchtvereine des Landeskreises Rotenburg/Wümme auf der Anlage von Stefan Blanken viele interessant gezogene Springpferde unter die Lupe genommen. Dafür meldeten sich im Vorfelde über 30 Teilnehmer an, um eine erste Bewertung vom Richterduo für die spätere Karriere im Stangenwald zu erhalten. Als Richter fungierten in diesem Jahr Hartmut Kettelhodt, Leiter der Absatz- und Ausbildungszentrale in Verden, und der Hannoveraner Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener die genügend Erfahrungen mitbringen um zu wissen auf was es bei einem Springpferd ankommt. Über 150 Besucher, darunter auch Norweger und Schweden, fanden sich in der Halle ein, um den Bewertungen zu lauschen.
Gleich der Auftakt mit der Kopfnummer Eins sollte beim Wettbewerb die höchste Tageswertung, die sich aus den drei Teilbereichen Manier, Vermögen und Gesamteindruckes des Pferdes zusammensetzt, aller Teilnehmer erreichen. Mit 27,0 Punkten ging der großrahmige braune Wallach mit der Abstammung Uccello-Provider-Ritual von Aussteller Heinz Saborowski aus Ihlienworth an die Spitze des Feldes der Dreijährigen. Die Bartelsdorferin Barbara Dietrich konnte sich mit ihrem vorgestellten braunen Hengst von Cosinhus-Gullit-Calvadur mit 26,4 Punkten hinter dem Sieger einreihen. Aus demselben Stall wie der Sieger, kam der Drittplatzierte. Saborowski stellte mit seinem schick aufgemachten Cassus-Ramiro´s Son II-Lombard Schimmelwallach, aus der Sicht der Richter, eine Nachwuchshoffnung für weitere spätere Aufgaben vor. Die beiden weiteren Platzierten der Abteilung der Dreijährigen, ein brauner Wallach von Quaid-Escudo II-Accord II sowie eine braune Stute von El Bundy-Chasseur-Jet Stream xx, haben eine selbe Wohnstätte und sind die Nachwuchshoffnungen aus der Zucht von Helmut Kück (Gnarrenburg).
„So jung und teilweise unerfahren wie die Dreijährigen sind, so haben die Vierjährigen eben das eine Jahr mehr an Erfahrung und Leben hinter sich“, war der O-Ton von Harmut Kettelhodt als es an die Bewertung der Abteilung der Vierjährigen Stangenkünstler ging. „Die Sprünge und Bedingungen sind wie bei den Dreijährigen, dennoch kann man die Entwicklung und tägliche Arbeit bei diesen Startern sichtlich erkennen.“ So freute sich der Mahlstedter Jost Klindtworth nebst Gattin über die richtige Auswahl vor fünf Jahren als er sich für den Hengst Now or Never für seine Laptop-Stute entschied. Mit 26,8 Punkten rangierte sich der braune Wallach vor dem Rappwallach der Besitzergemeinschaft Tewes und Griese aus Bommelsen. Sie stellten einen groß gewachsenen Perigueux-Graf Grannus Nachfahren vor und erhielten mit diesem den zweiten Platz im Startfeld der Vierjährigen. For Edition, der mit zehn Startern das größte Lot am Tage hatte, ist der Vater des Drittplatzierten der von Michael Oetjen (Oerel) ausgestellt wurde. Mit seinem braunen Wallach der aus einer Graf Sponeck-Don Carlos-Mutter ausgezogen wurde, schaffte er es auf das Podium der Platzierten. Erst kürzlich zum „Züchter des Jahres“ im Pferdezuchtverein Zeven ausgezeichnet, freute sich Dieter Holst aus Freetz über seinen Zuchterfolg seiner braunen Iberio-Grand Cru-Argentan-Stute die den vierten Platz belegen konnte. Auf den weiteren Plätzen folgten ein Fuchswallach von For Edition-Maurice-Pikeur vom Wohlsdorfer Erich Delventhal und eine braune Stute Graf Top-Ferrari II die von Jana Lindemann, Hepstedt, vorgestellt wurde.
Neben den Wertnoten gab es für die Züchter und Aussteller hin und wieder wertvolle Tipps vom Richterduo um bei der heimatlichen Arbeit ihrer Schützlinge das Vermögen und Manier auszubauen oder zu verbessern. Besucher, Richter sowie Veranstalter waren sich am Ende einig das es wieder einmal eine gelungene Veranstaltung war und eine Neuauflage im nächsten Jahr erfolgen muss.
Weitere Fotos auf: www.pferdezuchtverein-zeven.de!
Freispringwettbewerb Kehdingen 2012
Bereits zum dritten Mal fand in der Freiburger Reithalle der Kehdinger Freispringwettbewerb statt. Zahlreiche Besucher und vor allem 25 sehr qualitätvolle Springpferde fanden den Weg nach Freiburg. Richter Hartmut Kettelhodt hatte es in der ersten Abteilung mit 11 vierjährigen Pferden zu tun. Den ersten Platz belegte dabei eine braune Stute von Iberio – Acord II aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Steffens. Diese unheimlich vermögende große Stute überzeugte mit ganz viel Ruhe und Auge am Sprung. Für die Manier erhielt sie die 8,2, das scheinbar grenzenlose Vermögen wurde mit 8,6 bewertet und für den Gesamteindruck gab es eine 8,5. Damit verwies sie mit dem vierjährigen Hengst Stakkadero einen ehemaligen Verdener Prämienhengst auf die Plätze. Dieser erheilt für die Manier die 8,4, im Vermögen die 8,2 und eine 8,5 im Gesamteindruck. Er wird das Lot der Verdener Elite-Auktion im April bereichern. Glückwunsch an die Besitzerfamilie Fitschen. Den dritten Rang in dieser Abteilung belegte eine Catoki – Waldstar xx – Raphael – Tochter aus dem Stamm der Familie Haack. Weitere interessante Teilnehmer stammten ab von Lordanos, Cassus, Comte oder auch Linton.
Zahlenmäßig stärker beschickt war die Konkurrenz der dreijährigen Pferde. Den Sieg davontragen konnte hier ein Rappwallach von Christ – Coleur Rubin, der ebenfalls im Besitz der Familie Fitschen steht. Dieser großrahmige Wallach erhielt für Manier und Vermögen jeweils die 8,5 und im Gesamteindruck die 8,4. Knapp geschlagen geben musste sich somit ein Fuchshengst von Comte – Escudo II aus der Zucht und dem Besitz von Peter Mahler. An diesem Tage wohl das vermögenste Pferd erhielt er dafür die 8,7. Manier und Gesamteindruck wurden mit 8,4 und 8,0 bewertet. Den dritten Platz teilten sich dann ein ganz schick aufgemachter Schimmel von Cassus – Ramiro`s Son II aus der Zucht und dem Besitz von Heinz Saborowski und ein sehr großrahmiger brauner Wallach von Comte – Embassy – Landclassic aus dem Stall von der Decken. Sie kamen jeweils auf eine Notensumme von 24,7. In diesem sehr starken Feld an dreijährigen Pferden waren eine ganze Zahl interessanter Sportler so stellten die Hengste Comte und Uccello gleich mehrere talentierte Nachkommen und auch Calido und Casall wussten mit ihren Nachkommen zu gefallen.
Freispringwettbewerb Wohlesbostel
Schon traditionell macht der Freispringwettbewerb der Pferdezuchtvereine Harburg-Land und Hollenstedt den Auftakt der Freispringsaison. Auf der wie in jedem Jahr optimal vorbereiteten Anlage von Willi Brunckhorst stellten sich knapp 25 Pferde dem Urteil der Jury. Erstmals waren auch Pferde anderer Zuchtgebiete startberechtigt. Heinz Meyer von der Station Schockemoehle und Günther Friemel führten gekonnt durch das Programm und erläuterten für jeden Zuschauer Stärken und Schwächen der Teilnehmer.
In einem sehr starken Lot an gerade erst dreijährigen Pferden konnte sich am Ende ein großrahmiger Schimmel durchsetzen. Dieser schicke Hengst von Cassus – Nobre xx - Laptop stammt aus der Zucht und dem Besitz von Sandra König aus Hohenhameln. Überragend im Vermögen erhielt er hier die glatte 10. Für Manier und Gesamteindruck vergaben die Richter jeweils eine 8,5. Knapp geschlagen geben musste sich der Canstakko – Contendro – Grande – Sohn ausgestellt von Frank Johannsen aus Daensen. Er erhielt für die Manier eine 8,5 und in Vermögen und Gesamteindruck jeweils eine 9,0. Auf Rang drei platzierte sich ein noch in der Entwicklung stehender Sohn des Comte. Aus der Zucht und dem Besitz von Familie von Holten aus Drochtersen zeigte sich dieser Youngster sehr pfiffig am Sprung. Somit setzt sein Vater, der Landbeschäler Comte die ersten positiven Vererbungseindrücke im vergangenen Jahr fort und überzeugt mit hochinteressanten Nachkommen.
Auf den weiteren Plätzen folgten Nachkommen der Hengste Quicksilber, Sir Shutterfly, Diarado oder auch Lord Z. Das Lot der dreijährigen überzeugte in diesem Jahr in jeder Hinsicht und ist in der Breite nur selten zu sehen.
Auch das Lot der vierjährigen Pferde hatte einige Highlights zu bieten. An die Spitze setzte sich ein brauner Wallach von Quality – Continue. Ausgestellt wurde er von der Familie Rippe/Lachnit aus Nienburg. Auch hier ein sehr großrahmiges Pferd, das im Vermögen kaum Grenzen aufzeigte. Das Richtergremium bewertete diese Vorstellung mit einer 9,5 im Vermögen, einer 8,9 in der Manier und einer 8,0 im Gesamteindruck. An zweiter Stelle rangierte ein Nachkomme des Hengstes Calido. Heinrich Ehlers aus Helmste hat diesen Youngster aus einer Chasseur – Argentan – Mutter gezogen. Er überzeugte mit einem sehr guten Auge und löste auch anspruchsvolle Aufgaben mit Bravour. Bereits im vergangenen Jahr war dieser Wallach im Lot der dreijährigen Pferde vorne platziert. Mit einer Notensumme von 26,3 musste er sich hauchdünn, nur 0,1 Notenpunkt hinter dem Sieger, geschlagen geben. Auf dem dritten Rang rangierte eine nicht minder interessante Stute. Ausgestellt von Martin Klintworth aus Ohrensen vereint sie in ihrem Pedigree über Lincoln – Escudo I – Stakkato – Calypso II die Großen des hannoverschen Springsports. Auf den weiteren Rängen folgten weitere interessante Nachkommen der Hengste For Edition, Embassy, Salito, Canturo und abermals Calido.